SimPlan entwickelt innovative Lösungen für die datengesteuerte Automatisierung und Optimierung von Fertigungsprozessen in der Mikroelektronik
Die europäische Halbleiterindustrie steht vor der Herausforderung, Produktionsprozesse effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die SimPlan AG am europäischen Forschungsprojekt TREASURY.
Das Verbundprojekt zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der europäischen Halbleiterfertigung durch den Einsatz datengesteuerter und KI-gestützter Technologien zu stärken. Zu diesem Zweck werden innovative Lösungen aus den Bereichen Datenerfassung, Datenmanagement, künstliche Intelligenz, digitale Zwillinge, Simulation und automatisierte Optimierung entwickelt und in industrielle Anwendungen integriert.
Ziele des Forschungsprojekts
Im Rahmen von TREASURY werden modulare technologische Bausteine entwickelt, um verschiedene Anwendungsbereiche in der Halbleiterfertigung zu unterstützen. Dazu gehören virtuelle Messtechnik, Qualitätsüberwachung, Ausbeuteoptimierung und dynamische Produktionsplanung.
Die entwickelten Lösungen werden in realen Labor- und Produktionsumgebungen getestet und anhand definierter Leistungskennzahlen bewertet. So wird sichergestellt, dass die Projektergebnisse konkrete Vorteile für die industrielle Praxis bieten.
Das Projekt verfolgt einen iterativen Ansatz, bei dem Anforderungsdefinition, Entwicklung, Integration und Validierung eng miteinander verknüpft sind. Ergänzt wird das Projekt durch Aktivitäten in den Bereichen Nachhaltigkeit, Standardisierung, Verwertung und Wissenstransfer.
Rolle der SimPlan AG
SimPlan bringt seine langjährige Erfahrung in den Bereichen Simulation, digitale Zwillinge und Produktionsoptimierung in das Projekt ein. Ziel dieses Teilprojekts ist die Entwicklung und industrielle Erprobung von KI-gestützten digitalen Fabrikzwillingen für die Halbleiterfertigung.
Der Schwerpunkt liegt auf der intelligenten Integration von Diskrete-Ereignis-Simulation, Process Mining, Produktionsdaten und großen Sprachmodellen (LLMs). Dies soll es ermöglichen, digitale Zwillinge schneller zu erstellen, einfacher zu aktualisieren und effizienter zu validieren.
Ein wesentlicher Beitrag von SimPlan ist die Weiterentwicklung des Bausteins BB4 „Digital Twinning Tools“. Es werden neue Ansätze für einen KI-gestützten Entwurfs- und Implementierungsprozess für digitale Zwillinge entwickelt. Gleichzeitig wird die Integration von Simulation und Process Mining erweitert, um reale Produktionsdaten noch enger in die Modellierung einzubeziehen.
Darüber hinaus übernimmt SimPlan eine führende Rolle bei der Integration der entwickelten Technologien in dynamische Produktionsplanungsanwendungen. Mithilfe simulationsbasierter Szenarioanalysen und KI-gestützter Optimierungsmethoden können Unternehmen verschiedene Planungsoptionen bewerten und fundierte Entscheidungen treffen.
Ausblick
Die im Projekt entwickelten Technologien sollen Unternehmen dabei unterstützen, Produktionsprozesse transparenter, effizienter und flexibler zu gestalten. Die Kombination aus Digital Twins, Simulation, Process Mining und künstlicher Intelligenz schafft neue Möglichkeiten für datengesteuerte Produktionsplanung und Prozessoptimierung.
Durch seine Beteiligung an TREASURY trägt SimPlan zur Weiterentwicklung innovativer Digital-Twin-Technologien und zur Stärkung der europäischen Mikroelektronikindustrie bei. Das Projekt läuft von Mai 2026 bis April 2029.
Projektpartner (Auszug der deutschen Partner)
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
- DigitalTwin Technology GmbH
- Johannes Gutenberg-Universität Mainz
- Camline GmbH
- Systema Systementwicklung Dipl. Inf. Manfred Austen GmbH
- Singulus Technologies AG
- AMS-OSRAM International GmbH
- X-FAB Dresden GmbH & Co. KG
- Robert Bosch Semiconductor Manufacturing Dresden GmbH
- SimPlan AG







Gesponsert von


Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Europäischen Kommission gefördert.
Die Förderung begann im Mai 2026 und wird voraussichtlich bis April 2029 fortgesetzt.


