Crop Science: Simulation unterstützt Standortplanung bei Bayer
Software: INOSIM
Bayer AG stellt Pflanzenschutzmittel und Saatgut her und setzt im Bereich Crop Science seit einigen Jahren Simulation zur Entscheidungsunterstützung bei Planungsfragen ein. Seit 2019 begleitet SimPlan das Unternehmen dabei im Projekt Virtual Factory.
Ausgangssituation: Bayer führt Simulation für die Standortplanung ein
Bayer hat Simulation als festen Bestandteil der Planung im Bereich Crop Science etabliert, weil Entscheidungen zu Produktionslinien an mehreren Standorten fundiert abgesichert werden sollen. Da die Prozesse in der Pflanzenschutzmittel und Saatgutproduktion komplex sind, reicht eine rein erfahrungsbasierte Planung nicht mehr aus. Deshalb holte sich Bayer mit SimPlan einen Partner ins Projekt Virtual Factory, der die Modellierung der Produktionslinien übernimmt und das Unternehmen seit 2019 dabei begleitet.
Zielsetzung: Materialflüsse an mehreren Standorten untersuchen
Die Simulation soll die Materialflüsse der Produktionslinien an verschiedenen Standorten sichtbar machen und Optimierungspotenziale aufzeigen. Konkret sollte die Simulation folgende Fragen beantworten:
- Wo entstehen Engpässe im Produktionsablauf
- Welche Verbesserungspotenziale lassen sich identifizieren
- Wie wirken sich unterschiedliche Schichtmodelle und die Personaldisposition auf den Ablauf aus
- Wie lassen sich Produktionsaufträge und Kampagnen sinnvoll planen
Lösung: SimPlan modelliert die Produktionslinien mit INOSIM
SimPlan setzte für die Modellierung INOSIM ein, ein Simulationstool, das speziell für die Prozessindustrie entwickelt wurde. Zunächst analysierte SimPlan die Prozesse der einzelnen Standorte im Detail, denn nur so lässt sich ein Modell aufbauen, das die realen Abläufe korrekt abbildet. Anschließend bildete SimPlan die Linienstrukturen über Layouts mit den jeweiligen Behältern ab und beschrieb die Rezepte aller Herstellungsprozesse im Modell.
Für die Auswertung der Simulationsläufe nutzte SimPlan Gantt Charts, mit denen sich die Kapazitäten der Linien analysieren lassen. Damit die Modelle auch über das Projekt hinaus nutzbar bleiben, entwickelte SimPlan gemeinsam mit Bayer und INOSIM Templates und Standards für die weitere Modellierung. Außerdem erstellte SimPlan Schulungsunterlagen, damit die Teams vor Ort die Modelle eigenständig nutzen können.
Ergebnisse: Standardisierte Modelle für mehrere Standorte
Aus dem Projekt Virtual Factory sind mittlerweile Modelle für mehrere Standorte hervorgegangen. Weil SimPlan die Modelle so aufgebaut hat, dass auch Mitarbeitende ohne Simulationserfahrung damit arbeiten können, liegt die Nutzung der Modelle inzwischen bei den Standortteams selbst.
- Modelle für mehrere Standorte sind abgeschlossen
- Die Nutzung ist auf Nicht-Simulationsexperten vor Ort übergegangen
- Verschiedene Schichtszenarien wurden verglichen, um deren Auswirkungen auf den Durchsatz zu ermitteln
- Eine standardisierte Template-Lösung für künftige Modellierungen steht zur Verfügung
- Schulungsmaterialien für die Standortteams sind entwickelt
Warum Standardisierung den Unterschied macht
Das Projekt zeigt, wie Simulation in einem Konzern mit mehreren Produktionsstandorten dauerhaft wirksam wird. Einzelne Simulationsmodelle bringen zwar schon Erkenntnisse, doch erst gemeinsame Templates und Standards machen die Modellierung über Standorte hinweg vergleichbar und wiederholbar.
Weil SimPlan zusätzlich Schulungsunterlagen entwickelt hat, bleibt das Wissen nicht bei einzelnen Experten hängen, sondern wandert in die Standortteams selbst. So wird aus einem einzelnen Simulationsprojekt eine Methode, die Bayer künftig eigenständig auf weitere Standorte und Fragestellungen anwenden kann.






