Anlagenbau für Rundholz: SPS-Test am Simulationsmodell verkürzt die Inbetriebnahme um drei Tage
HOLTEC entwickelt und liefert kundenindividuelle Anlagen zur Rundholzmanipulation und hat seinen Hauptsitz in Hellenthal. Seit 2019 arbeitet das Unternehmen mit SimPlan zusammen.
Ausgangssituation: Neue Steuerung, wenig Zeit auf der Baustelle
Bei einem neuen Rundholzplatz von HOLTEC übernimmt eine SPS die Steuerung. Ein Teilbereich der Anlage stellte dabei besondere Anforderungen an das SPS-Programm, denn hier schleust die Anlage Rundholz in einen Bypass aus und führt es anschließend wieder in den Materialfluss ein. Fehler in dieser Logik zeigen sich normalerweise erst bei der Inbetriebnahme vor Ort. Dort kostet jede Korrektur allerdings Zeit, weil die reale Anlage steht, während das Team das Programm anpasst.
Zielsetzung: Das SPS-Programm vor der Inbetriebnahme absichern
HOLTEC wollte das SPS-Programm deshalb schon vor der Inbetriebnahme auf der Baustelle testen und validieren. Im Fokus standen dabei zwei Aufgaben:
- die SPS für den ausgewählten Teilbereich des Rundholzplatzes testen und validieren
- die Abläufe beim Auswurf in den Bypass und beim Wiedereinschleusen prüfen
Lösung: Simulationsmodell und emulierte SPS arbeiten zusammen
SimPlan hat den Teilbereich des Rundholzplatzes als Simulationsmodell in Plant Simulation 16.0 abgebildet. Die Steuerung lief dabei nicht auf realer Hardware, sondern als Emulation in PLCSIM Advanced 3.0. Das SPS-Programm kam aus dem TIA Portal Step 7 V16. Das Modell bot außerdem folgende Funktionen:
- Die SPS steuert den gesamten Materialfluss im Modell, so wie später in der realen Anlage.
- Das Modell protokolliert ausgewählte Fehler der SPS, damit das Team sie gezielt auswerten kann.
Eingesetzte Software:
- Plant Simulation
- PLCSIM Advanced
- TIA Portal Step 7
Ergebnisse: Validierte Steuerung und drei Tage schnellere Inbetriebnahme
Weil die SPS schon im virtuellen Modell arbeiten musste, zeigten sich Schwachstellen lange vor dem Termin auf der Baustelle. Die virtuelle Inbetriebnahme brachte HOLTEC dabei konkrete Ergebnisse:
- Mehrere Fehler in der SPS fielen vorab auf und ließen sich noch vor der Inbetriebnahme beheben.
- Die Parametrierung erfolgte bereits virtuell am Modell.
- Der untersuchte Teil der SPS war vollständig validiert, deshalb lief die Inbetriebnahme vor Ort drei Tage schneller.
Fehler im Büro finden statt auf der Baustelle
Der Fall HOLTEC zeigt, wie viel Zeit ein SPS-Test am Simulationsmodell sparen kann. Denn jeder Fehler, der schon im Büro auffällt, verursacht auf der Baustelle keinen Stillstand mehr. Dabei muss nicht die gesamte Anlage virtuell abgebildet werden: Schon ein kritischer Teilbereich wie ein Bypass mit Wiedereinschleusung reicht aus, um die Inbetriebnahme spürbar zu verkürzen. Für Anlagenbauer in Produktion und Logistik bedeutet das weniger Risiko beim Termin vor Ort, weil die Steuerung bereits getestet auf die Baustelle kommt.






