Power & Free-Fördertechnik für einen Zulieferanten (Automotive)

Automobilzulieferer: Bewertung einer Power und Free-Anlage für die Cockpitproduktion

Ausgangssituation: Neue Anlage im Ausschreibungsprozess

Ein deutscher Zulieferer für Fahrzeugkomponenten im Cockpitbereich plante die Produktion einer komplexen Komponente und schrieb dafür eine Power und Free-Anlage aus. Um sowohl die technische Leistungsfähigkeit der Anlage als auch das Angebot des P&F-Lieferanten fundiert bewerten zu können, beauftragte der Kunde SimPlan mit einem Simulationsmodell.

Zielsetzung: Lieferantenplanung absichern, Engpässe erkennen

Im Mittelpunkt stand die Absicherung der Lieferantenplanung: Engpässe sollten identifiziert und beseitigt werden, bevor die Anlage real gebaut wird. Zusätzlich sollte eine Steuerung für einen Farbsortierspeicher entwickelt werden.

Lösung: Simulationsmodell auf Basis der Lieferanten- und Kundendaten

Der Anlagenlieferant stellte alle notwendigen Informationen zur P&F-Anlage bereit, etwa zu Ketten, Mitnehmerabstand und Weichen. Der Kunde selbst lieferte die Daten zu den ver- und entsorgenden Anlagen. Auf dieser Grundlage bildete SimPlan die spezifischen Eigenschaften der Power & Free-Fördertechnik detailliert ab, darunter Stopper, Kettengeschwindigkeit, Mitnehmerabstand und das Verhalten an Weichen.

Das Modell erlaubte zudem das variable Zu- und Abschalten von Produktionsanlagen für unterschiedliche Volumenszenarien. Die im Modell entwickelte Steuerungsstrategie für den Farbsortierspeicher diente dem P&F-Lieferanten als Blaupause für die Umsetzung im realen System. Darüber hinaus nutzte der Kunde das Modell intern, um Anforderungen aus Produktion, Planung und Logistik aufeinander abzustimmen.

Ergebnisse: Überarbeitetes Layout und validierte Steuerungsstrategie

Die Simulation führte zu mehreren Verbesserungen und Überarbeitungen am Anlagenlayout und lieferte eine validierte Strategie für die Speichersteuerung. Außerdem ließ sich die Grenzleistung des Systems bei hohen Nacharbeitsraten bestimmen, woraus sich Zielvorgaben für die Produktion ableiten ließen. Als Kommunikationsplattform half das Modell dabei, Planungsabteilung und Produktion enger zusammenzubringen.

Simulation als gemeinsame Planungsgrundlage

Die Fallstudie zeigt, wie ein Simulationsmodell nicht nur zur Bewertung eines Lieferantenangebots dient, sondern auch als Blaupause für die reale Steuerung und als Verständigungsbasis zwischen Lieferant, Produktion und Planung genutzt werden kann.

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