Elektronische Bauteile: Mehr Transparenz für ein wachsendes Logistiksystem
Würth Elektronik eiSos gehört zu den führenden Herstellern elektronischer und elektromechanischer Bauteile in Europa. Am Logistikstandort Waldenburg nutzt das Unternehmen bereits ein SimPath Modell, weil es damit den Materialfluss seiner Anlage visualisiert und analysiert. Als das Logistiksystem erweitert wurde, musste auch dieses Modell wachsen.
Ausgangssituation: Ein bestehendes Modell braucht mehr Tiefe
Die Anlage in Waldenburg sammelte bereits umfangreiche Zählpunktdaten. Diese Daten ließen sich zwar auswerten, blieben aber weitgehend abstrakt, denn ohne eine passende Visualisierung zeigten sie nicht, an welchen Stellen der Materialfluss tatsächlich stockte oder wo Potenzial für Verbesserungen lag. Würth Elektronik eiSos setzte deshalb bereits auf das Tool SimPath, wollte das Modell aber an die gewachsene Anlage anpassen.
Zielsetzung: Neue Anlagenbereiche ins Modell integrieren
Durch die Erweiterung des Logistiksystems kamen neue Anlagenbereiche hinzu. Damit stellte sich die Aufgabe, das bestehende SimPath Modell so zu erweitern, dass es den kompletten neuen Materialfluss abbildet und tiefere Einblicke in die Prozesse ermöglicht, statt nur einen Ausschnitt der Anlage zu zeigen.
Lösung: SimPath Modell um neue Bereiche erweitert
SimPlan erweiterte das bestehende SimPath Modell um die neuen Anlagenbereiche, denn nur so ließ sich der gesamte Materialfluss weiterhin lückenlos abbilden. Dabei flossen folgende Bereiche und Aspekte in das Modell ein:
- Shuttlegassen
- Kommissionierplätze
- Packplätze
- Versandbereich
- alle relevanten Kommunikations und Meldepunkte der Anlage
Für den 3D Aufbau der Fördertechnik griff SimPlan auf die SimPath Library zurück. Dadurch ließen sich die neuen Streckenabschnitte schnell und passgenau ins Modell einfügen. Die Anlage übernimmt ihre Daten außerdem automatisch, sodass das Modell laufend mit aktuellen Werten arbeitet.
Im Zuge der Erweiterung brachte SimPlan das Modell zusätzlich auf den technisch aktuellen Stand und aktualisierte es auf Plant Simulation Version 15 sowie SimAssist 4.0. Damit ließ sich das neue Fördertechniksystem sauber einbinden, die neuen Meldepunkte kamen hinzu und auch das Routing wurde entsprechend angepasst.
Ergänzend zur Modellerweiterung führte SimPlan einen Workshop durch, in dem das Team die reale Anlage per Process Mining analysierte, inklusive Vor- und Nachbereitung. Eine Refresh Schulung per WebEx sowie begleitender Remote Support rundeten das Projekt ab, damit das Team bei Würth Elektronik eiSos das aktualisierte Modell direkt selbst weiter nutzen kann.
Ergebnisse: Probleme sichtbar und nachvollziehbar gemacht
Mit dem erweiterten Modell deckte Würth Elektronik eiSos Probleme in der bestehenden Anlagensteuerung auf, die vorher in den reinen Zahlenwerten verborgen blieben. Farbcodierte Reports zeigen die Mengenströme je Streckenabschnitt im Stundenraster, wodurch sich Engpässe auf einen Blick erkennen lassen. Die Projektpartner können dadurch gezielt nachvollziehen, an welcher Stelle ein Problem entsteht, und darauf aufbauend passende Lösungen entwickeln.
Für die Zukunft ist eine direkte Verbindung des Modells zum Produktionssystem geplant, denn damit ließen sich die Analysen dauerhaft und online durchführen, statt nur punktuell.
SimPath: Materialflüsse dauerhaft im Blick behalten
Das Projekt bei Würth Elektronik eiSos zeigt, wofür SimPath entwickelt wurde. Anders als eine klassische Simulation für die Neuplanung einer Anlage begleitet SimPath eine Anlage im laufenden Betrieb, denn das Tool wertet reale Zählpunktdaten aus bestehenden Systemen aus und macht sie über Sankey Diagramme, Routing Analysen und weitere Reports verständlich.
SimPath eignet sich deshalb besonders für:
- die Materialflussanalyse in Produktions und Logistiksystemen
- die Visualisierung komplexer Transport und Routingprozesse
- Engpass und Umweganalysen
- den Vergleich zwischen Planungs, Simulations und Realdaten
- Process Mining Projekte in hochautomatisierten Anlagen
Weil SimPath große Datenmengen über SQLite In Memory Datenbanken verarbeitet, bleiben auch umfangreiche Anlagen mit vielen Zählpunkten auswertbar. Unternehmen erkennen dadurch schneller, wo sich ein Materialfluss optimieren lässt, und können ihre Prozesse Schritt für Schritt weiter verbessern.
Ein wachsendes System braucht ein mitwachsendes Modell
Das Projekt bei Würth Elektronik eiSos macht deutlich, dass ein Simulationsmodell kein einmaliges Projekt sein muss. Wenn eine Anlage wächst, sollte auch das Modell mitwachsen, denn nur so bleibt die Transparenz über den Materialfluss erhalten. Gerade in Logistiksystemen mit vielen Anlagenbereichen und wachsenden Datenmengen zeigt sich, wie wichtig ein Werkzeug ist, das reale Betriebsdaten dauerhaft auswertbar macht, statt nur eine Momentaufnahme zu liefern.





